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Scheckkartenführerschein – Allgemeine Informationen

Seit 1. März 2006 werden in Österreich nur mehr Scheckkartenführerscheine ausgegeben.

Achtung

Diese Regelungen gelten grundsätzlich auch für EU-Bürgerinnen/EU-Bürger in Österreich.

Alle Papier- und ScheckkartenfĂĽhrerscheine, die vor dem 19. Jänner 2013 ausgestellt wurden, bleiben bis 19. Jänner 2033 gĂĽltig (sofern nicht aus anderen GrĂĽnden eine kĂĽrzere Befristung der Lenkberechtigung eingetragen ist). Sie mĂĽssen jedoch spätestens bis zum 19. Jänner 2033 in einen aktuellen ScheckkartenfĂĽhrerschein umgeschrieben werden. Die GĂĽltigkeit bis zum Jahr 2033 gilt auch fĂĽr alle Fahrten innerhalb der EU. Voraussetzung fĂĽr die Beibehaltung der GĂĽltigkeit bis zum Jahr 2033 ist, dass Namen und Daten im FĂĽhrerschein noch lesbar sind und die/der Betreffende auf dem Foto eindeutig erkennbar ist.

Bei gĂĽltigen PapierfĂĽhrerscheinen besteht keine Umtauschverpflichtung, ein freiwilliger Umtausch  ist allerdings möglich. AusfĂĽhrliche Informationen zu diesem Thema finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Hinweis

Scheckkartenführerscheine, die ab (d.h. auch am) 19. Jänner 2013 in Österreich ausgestellt werden (wurden), sind für die Dauer von 15 Jahren befristet. Es handelt sich lediglich um eine administrative Frist mit dem Zweck der Erneuerung des Führerscheindokuments. Anlässlich der Fristverlängerung finden im Regelfall keine ärztlichen Untersuchungen oder Fahrprüfungen statt. Das gilt auch für die Umschreibung von einem in einem anderen EU-Land ausgestellten Führerschein in Österreich.

Die gesundheitliche Eignung zum Lenken von Kraftfahrzeugen muss  jederzeit gegeben sein. Bei Zweifeln an der Fahrtauglichkeit kann die FĂĽhrerscheinbehörde ein amtsärztliches Gutachten einholen. Neben der Entziehung der Lenkberechtigung wegen mangelnder gesundheitlicher Eignung ist auch eine Beschränkung oder Befristung möglich.

Der ScheckkartenfĂĽhrerschein, der seit 2013 EU-weit einheitlich ausgegeben wird, sieht folgendermaĂźen aus:

Scheckkartenführerschein_Vorderseite
Scheckkartenführerschein_Rückseite

Detaillierte Informationen zu den Kartenelementen und Sicherheitsmerkmalen auf dem ScheckkartenfĂĽhrerschein finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Der FĂĽhrerschein ist bei allen Fahrten mitzufĂĽhren. Wer bei einer Kontrolle ohne FĂĽhrerschein angetroffen wird, muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Alle österreichischen Führerscheine sind EU-Führerscheine, die auch beim Wohnsitzwechsel im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) nicht mehr umgeschrieben werden müssen.

Die gegenseitige Anerkennung der Führerscheine innerhalb der EU ist rechtlich durch eine Richtlinie (2006/126/EG) des EU-Rates sichergestellt. Diese enthält grundsätzliche Bestimmungen über das Führerscheinwesen.

Der Führerschein kann in jenem EWR-Land erworben werden, wo nachgewiesen wird, dass man sich innerhalb der letzten zwölf Monate während mindestens 185 Tagen aufgehalten hat bzw. wo man beabsichtigt, sich für mindestens 185 Tage aufzuhalten bzw. für den Fall dass persönliche und berufliche Bindungen auseinanderfallen, wo die Person ihre persönliche Bindung hat (gewöhnlicher Aufenthalt). Das gilt nicht nur, wenn der Führerschein erstmals erworben wird, sondern auch, wenn er abläuft, verloren geht, gestohlen oder beschädigt wurde.

Ein von einem anderen EU-Land unbefristet ausgestellter Führerschein muss in Österreich ebenso bis spätestens 19. Jänner 2033 in einen Scheckkartenführerschein umgeschrieben werden, wenn sich die Person zu diesem Zeitpunkt gewöhnlich in Österreich aufhält.

Für Fahrten in bestimmte Nicht-EWR-Länder wird ein internationaler Führerschein benötigt. Dieser kann bei Autofahrerclubs beantragt werden (Lichtbild wird benötigt). Der internationale Führerschein gilt – allerdings nur in Verbindung mit dem nationalen Führerschein – ein Jahr.

Weitere Informationen zu Führerschein in der EU, ausländische Führerscheinen – Umschreibung und Führerscheinbehörden in Österreich finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

WeiterfĂĽhrende Links

Rechtsgrundlagen

FĂĽhrerscheingesetz (FSG)

Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2021

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie