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Verwaltungsstrafen

PrimÀre Freiheitsstrafe

Das Verwaltungsstrafrecht sieht als schwerste Strafart die primĂ€re Freiheitsstrafe vor. Eine primĂ€re Freiheitsstrafe darf in Verwaltungsstrafverfahren nur verhĂ€ngt werden, wenn sie als Strafmittel in den Verwaltungsvorschriften vorgesehen ist und dies im Einzelfall notwendig ist, um die TĂ€terin/den TĂ€ter von weiteren VerwaltungsĂŒbertretungen gleicher Art abzuhalten.

Hinweis

In OrganstrafverfĂŒgungen, AnonymverfĂŒgungen und StrafverfĂŒgungen dĂŒrfen primĂ€re Freiheitsstrafen nicht verhĂ€ngt werden.

Die Mindestdauer der Freiheitsstrafe betrĂ€gt zwölf Stunden. Eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei Wochen darf nur verhĂ€ngt werden, wenn dies wegen besonderer ErschwerungsgrĂŒnde geboten ist. Eine Freiheitsstrafe von mehr als sechs Wochen ist unzulĂ€ssig.

Geldstrafe

Die praktisch wichtigste Strafart des Verwaltungsstrafrechts ist die Geldstrafe. Die Höhe der zu verhĂ€ngenden Geldstrafe richtet sich nach den Verwaltungsvorschriften. Abgesehen von OrganstrafverfĂŒgungen ist eine Geldstrafe von mindestens 7 Euro zu verhĂ€ngen.

Ersatzfreiheitsstrafe

Wenn eine Geldstrafe verhĂ€ngt wird, wird fĂŒr den Fall der Uneinbringlichkeit zugleich eine Ersatzfreiheitsstrafe festgesetzt. FĂŒr die Höchstdauer einer Ersatzfreiheitsstrafe gilt Folgendes:

Ist die Geldstrafe uneinbringlich, ist die festgesetzte Ersatzfreiheitsstrafe in Vollzug zu setzen.

Letzte Aktualisierung: 13. MĂ€rz 2023

FĂŒr den Inhalt verantwortlich: oesterreich.gv.at-Redaktion